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Information zur EEG-Umlage auf die Eigenversorgung

Photovoltaikanlage

Aufgrund der gesetzlichen Neuregelungen des EEG ab dem 1. August 2014 müssen ab diesem Zeitpunkt auch Eigenversorger gemäß § 61 EEG 2014 die EEG-Umlage zahlen.
Das EEG definiert Eigenversorgung als Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt.


Zuständiger Netzbetreiber

Als Verteilnetzbetreiber sind wir grundsätzlich verpflichtet, die EEG-Umlage von den an unser Netz angeschlossenen Eigenversorgern zu erheben und die erhaltenen Zahlungen an unseren Übertragungsnetzbetreiber weiterzuleiten.
Bei der Versorgung von Dritten ist der Übertragungsnetzbetreiber für die Abwicklung der EEG Umlage zuständig. Für das Netzgebiet der ED Netze GmbH ist dies die TransnetBW GmbH. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte aus deren Internetseiten.

Mitteilungspflicht gegenüber dem zuständigen Netzbetreiber

Eigenversorger sind dazu verpflichtet, dem für die Erhebung der EEG-Umlage zuständigen Netzbetreiber bis zum 28. Februar eines Jahres alle Angaben zur Verfügung stellen, die für die Endabrechnung der EEG-Umlage des Vorjahres nach § 61 EEG 2014 erforderlich sind.


Mitteilungspflicht gegenüber der Bundesnetzagentur

Darüber hinaus bestehen gesetzliche Mitteilungspflichten auch gegenüber der Bundesnetzagentur (§ 76 EEG 2014). Sie hat gemäß § 85 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EEG 2014 die Aufgabe, wesentliche Aspekte des EEG-Ausgleichsmechanismus zu überwachen. Daher müssen Eigenversorger zusätzlich zu der Meldung an den zuständigen Netzbetreiber auch eine Meldung an die Bundesnetzagentur machen.


Das Formular zur Meldung an die Bundesnetzagentur:

Formular zur Meldung an die Bundesnetzagentur


Frist für die Mitteilung ist der 28. Februar 2016

Die erste Frist für die Datenmeldungen der Eigenversorger zu den eigenverbrauchten Strommengen für die Kalenderjahre 2014 und 2015 für die Endabrechnung läuft am 28. Februar 2016 ab.Unter bestimmten Voraussetzungen (Eigenversorgung aus EEG-Anlagen oder hocheffizienten KWK-Anlagen mit einem Monats- oder Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 %) ist eine Verringerung der zu zahlenden EEG-Umlage möglich (30 % im Jahr 2015, für 2016 35 % und ab 2017 40 % der EEG-Umlage). Ausnahmen von der EEG-Umlagepflicht ergeben sich aufgrund von § 61 Abs. 2 EEG 2014 sowie für Bestandsanlagen im Sinne des § 61 Abs. 3 und 4 EEG 2014.Gemäß § 61 EEG 2014 sind Eigenversorger verpflichtet, sämtlichen eigenverbrauchten Strom mit geeichten Messeinrichtungen zu erfassen. Des Weiteren ist bei KWK-Anlagen der Nachweis der Hoch-Effizienz vorzulegen.

Weiterführende Informationen zur EEG-Umlage nach dem EEG 2014 finden Sie unter

https://www.transnetbw.de/de/eeg-kwk-g/eeg/eeg-umlage

und im Leitfaden der Bundesnetzagentur zur Eigenversorgung

www.bundesnetzagentur.de/eigenversorgung


Gesetzliche Grundlagen:

EEG 2014

http://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/


Ausgleichsmechanismusverordnung

http://www.gesetze-im-internet.de/ausglmechv_2015/